Bestandsinventar
Die Registerkarte Inventory dient als Ihr Hauptbuch. Sie bietet einen umfassenden Echtzeitüberblick über jeden physischen Artikel innerhalb Ihrer ausgewählten Einrichtung. Von dieser Seite aus können Sie Lagerbestände überwachen, finanzielle Bewertungen anzeigen, eingehende/ausgehende Einheitenflüsse verfolgen und in die Transaktionshistorie bestimmter Artikel eintauchen.
Wann sollten Sie diese verwenden?
- Um schnell zu prüfen, ob ein Teil auf Lager ist.
- Um Artikel zu identifizieren, die zur Neige gehen und nachbestellt werden müssen.
- Um den gesamten finanziellen Wert zu überprüfen, der in Ihrem Lager gebunden ist.
- Um eine Anpassung, einen Transfer oder eine Zählung für einen bestimmten Artikel zu initiieren.
Navigation im Inventar-Dashboard
Oben auf der Inventar-Seite haben Sie mehrere globale Steuerelemente:
- Standort-Dropdown: Filtern Sie Ihre Inventaransicht nach einem bestimmten physischen Standort oder zeigen Sie alle Standorte kombiniert an.
- Artikel-Umschalter (All, Products, Materials): Filtern Sie die Liste schnell, um nur Rohmaterialien oder nur Fertigprodukte anzuzeigen.
- Total Value in Stock: Oben rechts platziert, berechnet dies den gesamten monetären Wert des aktuell angezeigten Inventars. Sie können das Dropdown daneben verwenden, um die Anzeigewährung zu ändern.
- Export/Druck-Aktionen: Klicken Sie hier, um einen CSV/PDF-Bericht Ihrer aktuellen Inventarliste herunterzuladen.
Die Spalten der Inventartabelle
Die Haupttabelle bietet eine Momentaufnahme des Status jedes Artikels. Viele Spalten verfügen über Min/Max-Filterfelder unter der Überschrift, mit denen Sie nach bestimmten Bereichen suchen können.
- Rank: Die numerische Reihenfolge des Artikels in der Liste.
- Name: Der designierte Name des Artikels.
- Manufacturer Part Number: Die genaue MPN, die für die Beschaffung der Komponente verwendet wird.
- SKU: Ihre interne Stock Keeping Unit-Kennung.
- Stock: Die tatsächliche physische Menge, die derzeit im Regal steht.
- Item Type(s): Gibt an, ob es sich beim Artikel um ein Product, Material oder beides handelt.
- Category: Die Gruppierungsklassifizierung.
- Default Supplier: Der primäre Lieferant, von dem Sie diesen Artikel kaufen.
- Ave. Unit Cost: Die laufenden durchschnittlichen finanziellen Kosten, um eine Einheit zu erwerben oder zu bauen.
- Value in Stock: Der gesamte finanzielle Wert des aktuellen vorhandenen Bestands.
- Expected: Einheiten, die derzeit eingehen.
- Committed: Einheiten, die physisch im Regal sind, aber für einen offenen Verkaufsauftrag oder Fertigungsauftrag reserviert sind.
- Reorder Quantity: Die Mindest-Bestandsschwelle. Wenn der Bestand unter diese fällt, wird eine Nachbestellungs-Warnung ausgelöst.
Hinweise:
- Der 'Total Value in Stock' oben rechts berechnet sich dynamisch basierend auf den aktuell sichtbaren Artikeln. Wenn Sie die Liste filtern, um nur 'Materials' anzuzeigen, passt sich der Gesamtwert an, um nur Ihre Rohmaterialien widerzuspiegeln.
- Die Zahlen in den Spalten 'Expected' und 'Committed' werden direkt von offenen Bestellungen (Buy-Modul), Verkaufsaufträgen (Sell-Modul) und Fertigungsaufträgen (Make-Modul) gesteuert.
- Exporte entsprechen Filtern: Wenn Sie auf die Export- oder Drucksymbole klicken, enthält der generierte CSV- oder PDF-Bericht nur die Zeilen, die Ihren aktuell angewendeten Filtern entsprechen.
Bewährte Vorgehensweisen:
- Verwenden Sie die Min/Max-Filterfelder unter der Spalte Excess/Missing. Die Eingabe eines Maximums von
-1filtert Ihr gesamtes Inventar sofort auf die Artikel herunter, die unter Ihre sichere Nachbestellungsschwelle gefallen sind.- Sortieren Sie die Tabelle regelmäßig nach der Spalte Value in Stock (von hoch nach niedrig). Dies hilft dem Management, schnell zu identifizieren, wo am meisten Betriebskapital gebunden ist, und diese spezifischen Artikel für physische Zykluszählungen zu priorisieren.
- Wenn Sie nach einem Artikel suchen, von dem Sie wissen, dass er existiert, die Tabelle aber leer ist, überprüfen Sie Ihre Spaltenfilter doppelt. Ein vergessener "Min"-Wert in der Stock-Spalte oder die falsche "Site"-Auswahl aus dem oberen Dropdown ist der häufigste Grund, warum Artikel aus der Ansicht ausgeblendet werden.
- Anstatt das gesamte Lager auf einmal zu überprüfen, verwenden Sie das Category-Dropdown, um bestimmte Gruppierungen zu überprüfen.
Spezifischen Artikelbestand anzeigen
Um detaillierte Bestandsinformationen anzuzeigen oder Maßnahmen für einen bestimmten Artikel zu ergreifen, klicken Sie einfach auf seine Zeile in der Inventartabelle. Dies öffnet ein detailliertes Slide-Out-Panel mit zwei Hauptregisterkarten: Stock Orders und Item Details.
Registerkarte Stock Orders
Dies ist die Befehlszentrale für die Bewegung des einzelnen Artikels.
- Oben erhalten Sie eine schnelle Aufschlüsselung von Stock (gesamte physische Einheiten), Available (freie zu verwendende Einheiten, ohne committed), Expected, Committed und Ihrer Reorder Quantity.
- Ein chronologisches Protokoll jeder Lagerbewegung im Zusammenhang mit diesem Artikel, einschließlich Transfers, Bestandsaufnahmen und Anpassungen. Sie können das Issue Date, Due Date und den aktuellen Status (z. B. Complete, In Transit, Cancelled, Overdue) überwachen.
- Oben rechts in dieser Registerkarte ermöglicht eine Aktionsschaltfläche, sofort ein Inventarereignis speziell für diesen Artikel auszulösen. Aus dem Dropdown können Sie auswählen:
- Stock Adjustment: Um Verschrottung, Schäden oder kleinere Diskrepanzen zu protokollieren.
- Stock Transfer: Um diesen Artikel zu einem anderen Standort zu verschieben.
- Stock Take: Um eine manuelle Zykluszählung dieses spezifischen Artikels anzufordern.
Registerkarte Item Details
Diese Registerkarte bietet die finanziellen und verwaltungstechnischen Einstellungen für das Inventarprofil des Artikels. Sie ist in drei Abschnitte unterteilt: Financial Summary, Stock Management und allgemeine Item Details.
So aktualisieren Sie die Reorder Quantity
Wenn Sie feststellen, dass Ihre Sicherheitsbestände angepasst werden müssen (z. B. wenn Sie zu schnell keine Teile mehr haben), können Sie die Schwelle direkt aus dieser Ansicht aktualisieren:
- Zur Registerkarte Item Details im Deep-Dive-Panel des Artikels navigieren.
- Die Karte Stock Management auf der rechten Seite suchen.
- Auf das Bearbeiten-Symbol (ein Quadrat mit einem Stift) in der oberen rechten Ecke der Karte Stock Management klicken.
- Die Nummer unter Reorder Quantity ändern (z. B. von 100 auf 200 ändern).
- Änderungen speichern. Ein grünes Bestätigungsbanner mit der Aufschrift 'Changes has been saved' erscheint oben auf dem Bildschirm und die neue Reorder Quantity wird sofort auf Ihre Systemwarnungen angewendet.
Hinweise:
- Die Karte 'Available' ist Ihre kritischste Kennzahl für den Tagesbetrieb. Sie subtrahiert automatisch Ihre 'Committed'-Einheiten von Ihrem gesamten physischen 'Stock', um anzuzeigen, was wirklich frei zur Verwendung oder zum Verkauf ist.
- Sobald Sie eine neue 'Reorder Quantity' mit dem Bearbeitungssymbol speichern, berechnet das System sofort die 'Excess/Missing'-Kennzahl für diesen Artikel auf der Hauptinventar-Master-Liste neu.
- Die in der Finanzübersicht angezeigten 'Average Unit Cost' ist eine laufende Berechnung. Sie wird automatisch basierend auf den Preisdaten aus Ihren letzten Bestellungen (Buy) oder Fertigungsaufträgen (Make) aktualisiert.
Bewährte Vorgehensweisen:
- Bevor Sie eine 'Stock Adjustment' für ein fehlendes Teil protokollieren, scannen Sie schnell die Transaktionshistorientabelle unter den KPI-Karten. Prüfen Sie, ob es einen 'In Transit'-Transfer oder einen aktiven 'Stock Take' gibt, der die fehlenden Einheiten erklären könnte.
- Achten Sie genau auf Zeilen, die mit roten 'Overdue'-Tags gekennzeichnet sind. Ein überfälliger Transfer oder eine unvollständige Bestandsaufnahme ist oft die Hauptursache für Diskrepanzen zwischen dem System und dem physischen Regal.
- Wenn Sie Ihre 'Reorder Quantity' festlegen, berücksichtigen Sie stark, wie lange der 'Default Supplier' für die Lieferung benötigt. Für Komponenten, die im Ausland hergestellt und versandt werden, setzen Sie eine viel höhere Nachbestellmenge als Puffer für die Wartezeit.
- Wenn die 'Average Unit Cost' plötzlich ungewöhnlich hoch oder niedrig aussieht, deutet dies in der Regel auf einen Dateneingabefehler bei einer kürzlichen Bestellung hin (z. B. Eingabe des Massenpreises anstelle des Einzelpreises). Das Erkennen hier verhindert, dass Ihr Gesamt-'Value in Stock' künstlich aufgebläht wird.
- Behandeln Sie die 'Reorder Quantity' nicht als einmal festgelegte und vergessene Zahl. Bearbeiten Sie sie proaktiv vor geschäftigen Saisons, um Engpässe zu vermeiden, und senken Sie sie in ruhigen Zeiten, um Betriebskapital freizusetzen.
Verwandt
- Stock Transfers - Artikel zwischen Standorten verschieben.
- Stock Adjustments - Verschrottung, Schäden oder Diskrepanzen protokollieren.
- Stock Takes - manuelle Zykluszählungen anfordern.
- Stock Overview - Modul-Landing-Page.